Leben daheim

Katja lebt daheim in Pflegefamilie:
22 Jahre, 2 Monate, und 17 Tage
Chronischer Behördenk(r)ampf nach Pflegeheim-Rauswurf, seit 6 Jahren, 10 Monaten, und 2 Tagen

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20.10.08 - Gerhard Lichtenauer - drucken drucken - PDF - Tweet als Kurz-URL

Krise und Neubeginn

Schwerer Entwicklungsrückschlag

Epikrise

Der rasanten, äußerst positiven Entwicklung in den ersten beiden Jahren bei uns, folgte ein jähes Ende: Im Alter von 3½ Jahren, im Februar 1992 fiel Katja, ohne jede Vorzeichen (einige Wochen nach einer Routine-Impfung), von einem Tag auf den anderen in ein komatöses Zustandsbild (vermutlich nach einem epileptischen “Absencen-Status”) – eine schwere Krise war die Folge.
Die Diagnose hieß: Lennox–Gastaud–Syndrom (schwere Form von kindlicher Epilepsie). Die Ursache war möglicherweise ein Impfschaden, was wir aber erst Jahre später realisierten.

Zurück an den Start

Die Folgen waren fatal: Verlust nahezu aller Fähigkeiten, samt neuerlicher Blockade sämtlicher Sinneswahrnehmungen – für Katjas Entwicklung hieß es: “Zurück an den Start”. Es folgte eine extrem langsame Entwicklung, immer wieder auch mit Rückschritten … 17 Jahre, bis heute, lebt Katja in einem wachkomaähnlichen Zustand.
Über die ersten 11 Jahre Katjas bei uns gibt es hier eine Zusammenfassung, Stand 1999: www.esh.at/geschichten/50018995c5089ff1d/index.html [pdf]: katja.at/files/1999_katja.pdf

Prognose

Es sind kaum wesentliche Veränderungen zu erwarten. Geistig wird Katja wohl höchstens den Entwicklungsstand eines Babys erreichen können.
Nicht ausgeschlossen ist: Greifen lernen, Wiedererwachen der Sinnesverarbeitung, somit auch mehr Aufmerksamkeit für die Umwelt.

Wer weiß, vielleicht kommt Katja in ihrer Entwicklung wieder einmal so weit, wie sie mit drei Jahren war.

Letzte Überarbeitung: 18.03.2009

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