Katja ist 24 Jahre jung, geboren wurde sie in Wien am 1. Juni 1988 (Internationaler Tag des Lebens). Mit 9 Monaten in einem Wiener Säuglingsheim gelandet, mit 1 ½ Jahren wieder daraus befreit, lebt sie nun seit 22 ½ Jahren bei einer Pflegefamilie in Niederösterreich, im Bezirk Amstetten.
Katja ist von Geburt an mehrfachbehindert. Nach einer Impfung mit 3 ½ Jahren fiel sie in ein Wachkoma, seit über 20 Jahren ist sie in einem wachkomaähnlichen Zustand und braucht ununterbrochen kompetente Reha-Pflege und intensive individuelle Betreuung in allen Lebensbereichen.
Mit 16 ½ Jahren übersiedelte Katja in ein Behinderten-”Pflege”-Heim, von diesem wurde sie aber fristlos und ungesetzlich ohne Angaben von reellen Gründen (in Abstimmung mit den NÖ- Aufsichtsbehörden !), nach nur sieben Wochen rausgeworfen, nachdem die Pflegeeltern Betreuungs- und Pflegemängel, sowie Hygiene und Strukturmängel aufzeigten und auf Einhaltung vertraglicher und gesetzlicher Verpflichtungen bestanden. Seither wird Katja wieder durch ihre (nunmehr “ehemaligen”) Pflegeeltern gepflegt und versorgt.
Seit über sieben Jahren herrscht Behördenk(r)ampf um bedarfsgerechte Unterstützungen für die lebensnotwendige professionelle 24-Stunden-Rehapflege daheim. … mehr …
Letzte Aktualisierung: 16.05.2012
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AT: BIZEPS-INFO
DE: Bi. "Daheim statt Heim" e.V.
DE: kobinet-nachrichten
EDF – European Disability Forum
ENIL – European Network on Independent Living
AT: "Daheim statt Heim"
DE: ForseA
ECCL – European Coalition for Community Living
Lieber Franz,
der Pflegenotstand, die Menschenrechtsignoranz und der behindertenpolitische Stillstand Österreichs hat nur bedingt mit der von Ihnen angesprochenen konservativen Koalitionsregierung von 2000-2006 zu tun, sondern geht auf die eklatante Amtspflichtverdrossenheit der österreichischen Bundesregierung und der Landesregierungen der letzten Jahrzehnte zurück, die von SPÖ und ÖVP zu verantworten ist.
Eine zuerst positive Entwicklung in eine bessere Richtung, die mit der Einführung des Pflegegeldes 1993 begonnen wurde, ist seit dem EU-Beitritt Österreichs (zur Erreichung der Maastricht-Stabilitätskriterien) zu Lasten behinderter Menschen und ihrer pflegenden Angehörigen wieder sukzessive demoliert worden.
Da der Bereich Soziales in Österreich der Länderkompetenz unterliegt, sind die behindertenfeindlichen absolutistischen Regimes Niederösterreichs (ÖVP) und Wiens (SPÖ) an dem, was Katja und uns durch Amts- und Machtmissbrauch, sowie Verweigerung zustehender bedarfsgerechter Unterstützungen angetan wurde, hauptverantwortlich.
Mein Beileid, muessste nicht sein, OEVP/FPOE, haben diesen Habitat seit dem Jar 2000 geschaffen, ich waere qualifiziert, zu helfen/pflegen. Nur ist die von Ihnen damals gewaehlte Regierung, eben anderer Meinung gewesen.
Es sollte uns allen Leid, tun. Ein Hoch auf H.C., es wird immmer uebler.
Sie brauchen Hilfe, ich kan helfen,daf und kann aber nicht, dies soll richtig sein?
Wenn Sie meinen.
Franz
PS: vor 11 Jahren, haetten sie diese Probleme nicht, in dieser Form. Achja, sie haben gewaehlt, na dann.