Inklusion und Teilhabe für Alle!
Dunkelheit kann nur durch Licht beseitigt werden - never give up!


Katja lebt daheim in Pflegefamilie: 22 Jahre und 6 Monate

Leben daheim

Mütter schwerstbehinderter Kinder

Seiten

Alle Seiten siehe Seitenliste


Nichts riskieren, das heißt, seine Seele aufs Spiel setzen. — Søren Kierkegaard (1813-1855)


04.07.09 - Gerhard Lichtenauer - drucken drucken - PDF

[D+257] Pflege: Umorientierung bisher versäumt! (Ärztewoche)

Auf ins Heim mit alten Menschen? Österreich setzt bei der Pflege noch auf den stationären Weg.
Was wollen wir wirklich: Partizipation oder Segregation einer wachsenden Bevölkerungsschicht?

Weiterer Neu- und Ausbau von “Heimen” nach überholtem Konzept oder Baustopp und Abbau bestehender Heimplätze? Umsteuerung des Hilfesystems zugunsten flächendeckender individuell- bedarfsdeckender, gemeindenaher, vernetzter Unterstützungsangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem selbstgewählten Zuhause, gleichberechtigt teilnehmend und “teilgebend”, nicht am Rand, sondern in der Mitte der Gesellschaft?

Welcher Weg ist zukunftsweisend und gesellschaftlich anzustreben?

Im Hinblick auf die demographische Entwicklung (Überalterung) wird in Österreich noch immer auf das Konzept der stationären Versorgung in so genannten “Heimen” gesetzt. Das Bundesland Niederösterreich investiert z.B. gerade 205 Millionen Euro in 725 zusätzliche Pflegebetten und sieht darin “ein großes Stück auf dem Weg zu einer sozialen Modellregion”.1 Niederösterreich hat zum Ziel, dass jeder, der eine Betreuung in einem Pflegeheim benötigt, sie auch bekommt.

Die Nachfrage für Heimplätze ist tatsächlich durch den Wegfall des Angehörigenregress gegenüber Kindern (Kostenanteil der Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern im Heim)2 seit 2008 gestiegen. Das aber nur deshalb, weil Ausbau und Förderung von Unterstützungsformen zum Verbleib Pflegebedürftiger in der eigenen Wohnung in Österreich von der Politik seit Jahrzehnten grob vernachlässigt wird. Eigentlich will aber fast niemand ins “Heim”, wie alle Umfragen belegen. Bald wird es heißen:

“Stell dir vor, es gibt viele Heime und keiner geht hin!”

Was wird also wirklich benötigt?

Diesen Fragen geht Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher in einem Artikel vom 2.7.2009 (print) bzw. 9.7.2009 (online) in der aktuellen Ausgabe Nr. 27 der “Ärzte Woche” – SpringerMedOnline (Springer-Verlag Wien) nach.

Die Meinungen und Standpunkte aus unterschiedlicher Perspektive reichen von kritisch und selbstkritisch bis visionär. Übereinstimmung besteht in der Beurteilung, dass eine Weiterentwicklung überfällig ist, die von der Politik bisher verabsäumt, gebremst oder verhindert wurde.

Hier ist der Artikel zum Download – © Springer-Verlag GmbH – (pdf):
2009-07-02_Aerztewoche_Pflege-Heim-Ausbau_oder_Umorientierung_SCAN
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Die Online- Ausgabe von SpringerMedOnline ist noch im Beta-Stadium und daher nicht auf aktuellem Stand. Sobald der Artikel online erscheint, wird die Verlinkung ergänzt.
Nachtrag (16.2.2010): Verlinkungen zur Online-Ausgabe der Ärztewoche wurden im obigen Text eingefügt.

Nachtrag (6.7.2009): Weiterführende Links:
Pflege-Offensive im Industrieviertel – Mikl-Leitner: 335 Betten und 200 Jobs mehr in den Altersheimen

  1. Anm.: Ohne Prüfung oder Nachweis einer Menschenrechts- und Sozialverträglichkeit von segregierender Aussonderung, sowie ohne Analyse volkswirtschaftlicher Aspekte, sowie ohne Berücksichtigung der Langfristkosten der Aufrechterhaltung eines Auslaufmodells.
  2. Anm.: Der Angehörigenregress unterhaltspflichtiger Eltern für ihre pflegebedürftigen behinderten Kinder in stationären Einrichtungen ist weiterhin aufrecht!

Hinterlassen Sie eine Antwort

  

  

  

Sie können diese HTML Tags verwenden.

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>


Loading

Get Adobe Flash player